BKR-Rheintour des KC Schaffhausen – Genusspaddeln zum Frühlingsanfang

Eigentlich hat die Paddelsaison ja noch nicht begonnen – was für Michael, Steffen und mich aber nur Informationswert hat. Schliesslich sind wir den Winter durchgefahren und waren die letzten Monate immer wieder mal draussen.

Und so war die vom BKR und KC Schaffhausen ausgeschriebene Tour von Stein am Rhein nach Schaffhausen am 20.03. eine tolle Gelegenheit, diesen Abschnitt ohne störende Motor- und Kursschiffe zu geniessen. Zumal die Wetteraussichten vielversprechend waren.

Nachdem wir am Vortag alle Boote auf Steffens Auto gepackt hatten, trafen wir uns zum Start um 8 Uhr. Gleich zu Beginn eine Überraschung: Steffens Frau hat sich entschieden mitzukommen um eine Wanderung zu machen und uns in Schaffhausen wieder abzuholen. Das spart das lästige Auto-Umsetzen und gibt uns Raum zu einer kleinen Programmänderung: Statt in Stein am Rhein starten wir in Öhningen – und treffen gleich noch ein paar andere Paddler die dieselbe Idee hatten. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Christiane für die Unterstützung.

An unserer Einstiegstelle informiert uns eine offizielle Tafel zur heimischen Tierwelt: „keine Haie im Rhein“... Beruhigend.. zumal ich vor meiner ersten Tour mit Strömung doch etwas aufgeregt bin. Aber die ist dann kein Problem, im Gegenteil: es macht richtig Spaß auch wenn es anfangs ungewohnt ist.

Sehr schnell sind wir am Treffpunkt in Stein am Rhein. Hier wartet schon eine größere Gruppe auf den offiziellen Start. Die Hoffnung der Veranstalter auf rege Beteiligung hat sich erfüllt: es werden am Ende 106 Teilnehmer sein – so viele wie noch nie.

Der Start ist pünktlich um 10.30 Uhr. Leider macht das Wetter noch nicht so richtig mit: es ist bedeckt, aber zumindest geht kaum Wind, es ist nicht wirklich kalt, regnet nicht.. es könnte also viel schlechter sein. Außerdem sind wir uns alle sicher: das wird noch !!

Zum Pausen-Treffpunkt auf den Rheinwiesen geht es richtig flott – dank der Strömung brauchen wir für die geschätzten 12 km nur ein bisschen mehr als eine Stunde. Hier werden wir vom KCS bestens versorgt: Feuer, Suppe mit Würstchen, Kaffee/Tee, Kuchen, kalte Getränke.. was das Herz begehrt wartet auf uns. Und als sich gegen Ende der Pause tatsächlich die Sonne durchkämpft ist der Tag perfekt zum Paddeln. Es wird sofort einige Grad wärmer, so daß uns gegen 13.30 Uhr nichts mehr hält und wir die letzte Etappe angehen.

Man könnte auf dem letzten Stück richtig schnell sein – wenn das Wetter nicht so schön wäre und es nicht viel mehr Spaß machen würde, sich einfach treiben zu lassen und dabei die Landschaft zu genießen.

So brauchen wir ca. 45 min. um in Schaffhausen anzukommen wo noch eine Neuheit für mich wartet: Aussteigen an der Treppe... naja... geht so... nicht eben elegant, aber zumindest nicht reingefallen...

Das Bootshaus des KC Schaffhausen liegt mitten in der Stadt an der sehr belebten Uferpromenade. Interessant, wie das alte Gebäude genutzt wurde um möglichst viel Boote und Zubehör unterzubringen.

Hier entwickelt sich, zwischen unendlich vielen Spaziergängern, bald ein reges Treiben: Boote verladen, umziehen noch mit dem einen oder anderen einen Schwatz halten, bis wir auch abgeholt werden und die Boote gegen 17 Uhr wieder im Bootshaus verräumt haben.

Fazit: eine richtig schöne Tour die Spaß gemacht und viel Neues für mich gebracht hat.
Und die richtig Vorfreude auf die kommende – offizielle – Paddelsaison macht.


Ahoi, Sabine

BKR Kanu-Marathon 2016

Nach jahrelanger fast völliger Abstinenz haben sich dieses Jahr 5 Vereinsmitglieder zur Teilnahme entschlossen. Anreise nach Iznang zum Bootshaus des KC Singen war für mich am Freitag nachmittag, abends kamen Andi Bein, Andi Maier und Jo dazu.

Am Samstag morgen kam Michael und brachte auch die noch fehlenden Boote.

Start war am Samstag um 9 Uhr per Massenstart. Erfreulicherweise hat kurz vorher der Regen aufgehört, so das es im großen Pulk bei guten Bedingungen losgehen konnte.

Die Strecke führt für alle Teilnehmer ab Iznang an der Allensbacher Seite der Reichenau vorbei bis zum Bruckgraben. Für die Marathon-Fahrer geht es dann den Rhein hinunter bis zur Wende in Öhningen und danach zurück nach Iznang. Der Halbmarathon führt an der Reichenau – Rheinseite - entlang zurück.

Das Wetter blieb zunächst bedeckt, aber trocken. Nach dem Bruckgraben gab es frischen Gegenwind und etwas Welle, so das der Spaß beim Paddeln auch nicht zu kurz kam.

Michael und ich schafften es bei diesen Bedingungen bis ins Ziel, bevor sich gegen 12.30 Uhr das Wetter verschlechterte und die Fahrer des Marathon mit sintflutartigem Regen, Gewitter und stürmische Böen zu kämpfen hatten. Hochachtung vor Jo, Andi Maier und Andi Bein, dassie die Fahrt trotzdem durchgezogen haben.

Wenigstens dauerte das schlechte Wetter nicht lang, alle von uns noch ausstehenden Teilnehmer konnten bei wesentlich besseren Bedingungen wieder anlanden.

Nach dem Boote-Versorgen, Umziehen und einem gemeinsamen Essen fuhren die Männer zurück nach FN, während ich noch eine weitere Nacht in Iznang blieb um den Tag erholsam ausklingen zu lassen.

Unsere Ergebnisse im Einzelnen:
Marathon:
Andi Bein und Andi Maier (2-er): 04:50:55, das ist Platz 4. Herzlichen Glückwunsch !!.
Jo Klaner: (1-er): 05:12:01

Halbmarathon:
Michael Jacobs (1-er): 02:50:21
Sabine Schmidberger (1-er): 03:06:42

Ergebnisliste: http://bodensee-kanu-marathon.com/

Übrigens: der nächste BKR-Kanu-Marathon findet am 10. Juni 2017 statt.

Zumindest bei mir ist noch Luft nach oben...


Ahoi
Sabine

Bei Hochwasser im Donautal

Am 14. Juni 2016 haben wir (Andi Maier, Andreas Bein und ich) uns trotz sehr nasser Wetteraussichten vorgenommen, die obere Donau im Donautal zu paddeln.
Durch die vorausgegangenen starken Regenfälle war der Wasserstand mit einem Wert mit einem Meter über Normal, sehr hoch. Wir entschieden uns diesmal, alle drei im Canadier zu sitzen.

Als wir an der Nepomukbrücke bei Hausen im Tal einsetzten war es - noch - trocken von oben. Durch das Hochwasser kamen wir sehr flott voran, mit Spitzen bis zu 15 km/h.
Durch die hohe Geschwindigkeit mussten wir schon fast aufpassen, um die Ausstiegsstellen der drei Wehre, die zu umtragen waren, nicht zu verfehlen.
Beim letzten Wehr konnten wir noch gerade mit allem Einsatz verhindern,
dass es uns nicht quer über die Kante gespült hat. Nicht auszudenken wie das geendet hätte !
Andi Maier, unser erfahrener Canadier-Steuermann, hat uns so beiläufig, glücklicherweise erst am Ende des Abenteuers, mitgeteilt, dass es ihm oftmals gar nicht so wohl während der flotten Fahrt war. Nicht nur einmal wären wir fast gekentert....( auch ich hatte diesmal meine Schwimmweste an ! )
Erschwerend kam noch hinzu, dass nach etwa 10 km Fahrt, der Himmel derart die Schleusen geöffnet hat, dass wir innerhalt einer Minute klatschnass waren.

Nach zurückgelegten 23 km mit einer Gesamtfahrzeit von nur 2:25 h, inclusiv Umtragungen,
waren wir schon am Ziel in Sigmaringen angelangt. Andreas Bein hatte das Pech,
mit der Bahn zurückzufahren um sein Auto zu holen, während Andi und ich es uns in einer Gaststätte bequem machten.

Es war eine tolle und spannende Tour, bei nicht ganz normalen Wasser- und Wetterbedingungen, aber dafür haben wir auch keinen einzigen Paddler getroffen.
Und am Ende hat auch der Regen wieder aufgehört...........

Ahoi Jo

Murg und Moder mit dem KC Rastatt

Durch das Verbandstreffen an der Donau (5.-8. Mai) bin ich auf den Geschmack von Flusstouren gekommen. Meine Wahl fiel diesmal auf die Tour 'Moder, Rhein, Altrhein' am 26.6., die vom KC Rastatt angeboten wurde.
Schon Tage vorher habe ich den Pegelstand des Rheins mit Sorge beobachtet: im betroffenen Bereich war der Rhein wg. Hochwasser bis zum 23.06. komplett gesperrt. Was auch Auswirkungen auf meine Übernachtungspläne hatte: das anvisierte Clubhaus des PC Illingen, das direkt am Goldkanal, einem Altrheinarm, liegt, war nicht sicher über den Landweg erreichbar.
Blieb als Alternative das Clubhaus des Veranstalters, KC Rastatt, an der Murg.

Dort wurde ich am Samstag gegen Mittag herzlich empfangen und gleich eingeladen, eine Gruppe, die gerade im Canadier auf Tour gehen wollte, zu begleiten. Nach ein paar km beschloß ich aber, zurückzufahren. Ich wollte versuchen, die Murg Richtung Rastatt zu erkunden. Keine gute Idee, denn oberhalb des Vereinsheims ist die Strömung ziemlich stark.
Man kann dagegen anpaddeln – man muß aber nicht wirklich.
Und so beendete ich den Paddeltag bevor es  heftig zu regnen begann.

Am nächsten Morgen war um 9.30 Uhr Fahrtbesprechung zu der sich ca. 30 Teilnehmer einfanden. Das Wetter war bedeckt, aber bis auf einen kurzen Schauer zu Beginn blieb es trocken und später wurde es sogar noch sonnig. Laut Ausschreibung sollte es von Drusenheim (Frankreich) über die Moder und den Rhein in den Goldkanal zum Clubhaus des PC Illingen gehen. Pech nur, daß der Rheinpegel wieder gestiegen war und in der Nacht zuvor die HW2 überschritten hatte, und somit der Fluss wieder für die Schifffahrt gesperrt war.
Die Moder war aber befahrbar, obwohl auch hier der Wasserstand ca. 1 m über normal lag.
Es konnte also in Drusenheim losgehen.
Wie mir im Vorfeld erklärt wurde, ist die Moder normalerweise ein gemütlicher Wanderfluß ohne große Schwierigkeiten – aber was ist bei Hochwasser schon normal. Abgesehen von der teilweise kräftigen Strömung gab es diverse Hindernisse durch in den Fluß hängende Äste und Treibgut, vorzugsweise an den engsten Stellen, was zum Slalom-Fahren zwang. Ob es am nicht ganz so wendigen Kodiak lag, an der Strömung oder mehr am Können... so ganz konnte ich dem Gestrüpp nicht immer ausweichen. Es war aber zum Glück immer nur harmloser Kontakt mit ein paar Zweigen.
Nach der Pause in Auenheim wurden Hindernisse und Strömung dann weniger.
Da die Moder, auch durch den Rückstau, ein großes Gebiet des umliegenden Waldes überschwemmt hat, wurde es eine sehr interessante Fahrt mit vielen nicht alltäglichen Bildern. Auch Paddler, die diese Strecke schon oft gefahren sind, waren von der Flußlandschaft beeindruckt, die so gar nicht zur Vorstellung 'harmloser Wanderfluß' passte.
Nach ca. 25 km dann die Mündung in den Rhein. Zuvor fährt man einige Zeit an einem Damm entlang, der die beiden Flüsse trennt. An dessen Ende dann auf einmal... Wasser... Wasser... Wasser...  und weit und breit nur wir Paddler...
Unser Ziel, der Jachthafen Beinheim ca. 1 km flußabwärts, war dank der flotten Strömung schnell erreicht. Unmittelbar danach begann der gesperrte Rheinabschnitt so daß wir unsere Fahrt hier beenden mußten. Nachdem alle sicher an Land, die Fahrzeuge geholt und die Boote verladen waren ließen wir die Fahrt in der Gaststätte des Jachhafens mit Blick auf die Boote des Jachtclubs Baden-Baden ausklingen.

Obwohl Rastatt nicht wirklich nah ist: der freundliche Empfang und das interessante Paddelrevier, das so ganz anders ist als der heimische Bodensee, sind für mich auf jeden Fall ein Anreiz, dort bald wieder an einer Tour teilzunehmen.

Ahoi Sabine

Ein etwas anderes Training

Oft kommt es nicht vor, das jemand von uns unfreiwillig baden geht. Da es aber immer passieren kann, haben einige Dienstagspaddler am 5. Juli den Wiedereinstieg nach Kenterung geübt. Ziel war, mal zu probieren, was wie klappt – und was nicht ganz so funktioniert.

Der See lieferte dazu nicht nur angenehme Wassertemperaturen, sondern auch durchaus „realistische“ Bedingungen mit etwas Wellengang. Das sorgte für das eine oder andere Aha-Erlebnis weil sich nicht alles, was im Hallenband funktioniert hat, umsetzen ließ.

Ein interessanter Abend, den wir sicher wiederholen werden.

Ahoi

Sabine

 

Paddeln auf der Kleinen Ill

Der Kanukreis Rastatt, ein Zusammenschluss der Kanuclubs rund um Rastatt, veranstaltete am 24.07. eine Wanderfahrt auf der Petite Ill (Kleinen Ill) im Elsass. Nachdem ich dort schon vor einigen Wochen sehr gastfreundlich aufgenommen wurde, habe ich mich am Vortag wieder  auf den Weg gemacht.
Ich durfte wieder am Clubhaus übernachten und nutzte die Gelegenheit, mir Rastatt etwas näher anzusehen. Auch konnte ich einer erneuten Fahrt auf der Murg und einem angrenzenden Altrheinarm nicht widerstehen, zumal das Wetter optimal war – nicht zu heiß, leichter Wind, aber sonnig.
Am nächsten Morgen ging es um 9 Uhr von Rastatt aus nach Nordhouse ins Elsass. Wir waren zunächst nur 6 Personen, aber nachdem auch die anderen Clubs eingetroffen waren, waren es doch ca. 30 Paddler in 23 Booten. Nach dem Start ging es los… und die kleine Ill machte ihrem Namen alle Ehre. Eigentlich ist sie eher ein Bach, sehr eng, sehr zugewachsen mit vielen Windungen und etlichen Hindernissen im Wasser über die man nur mit viel Schwung kam. Allerdings durfte es auch nicht zu viel sein – sonst war die nächste Kurve mit dem Kodiak fast nicht zu schaffen. Hier wäre ein kürzeres Boot wohl besser gewesen, aber mit gedrosselter Geschwindigkeit war es machbar. Es war eine völlig andere Fahrweise als ich es auf dem offenen Bodensee gewohnt bin...
Nach ca. 6 km wurde aus dem Bach ein Wanderfluß auf dem ruhig aber zügig durch eine wunderschöne Landschaft ging. Da in Frankreich in der Vergangenheit eher schiffbare Kanäle gebaut wurden und wenig in Flußreglierung investiert wurde, gibt es hier einige Flüsse, die man ohne große Hindernisse und Staustufen befahren kann. Es gab bis zur Pause nur ein Wehr, das unsere erfahrenen Wanderführer aber als befahrbar einstuften, so daß sich ein Umtragen erübrigte.
Die Pause wurde kurz vor Strasbourg an der einzigen Umtragestelle gemacht, dann ging es weiter. Bis kurz vorher war nicht erkennbar, daß wir uns einer Großstadt nähern. Lediglich das eine oder andere Hochhaus war vom Fluß aus in einiger Entfernung erkennbar.
Um so größer der Unterschied zur Stadt selbst. Die Einfahrt in die Altstadt ist durch eine Wehranlage gesichert. Hier kommt nur durch, wer durch darf - das bezeugen die heute noch vorhandenen Gitter an den Durchlässen, die für uns jedoch geöffnet waren.
Kurz darauf dann die einzige Schleuse auf unserem Weg, durch die wir als Gruppe herunter gelassen wurden. Das folgende Gerberviertel, auch „Petite France“ genannt, ist von etlichen Kanälen durchzogen. Unsere doch recht große Gruppe teilte sich diese mit den regulären Ausflugsschiffen die immer wieder recht flott an uns vorbeizogen und dabei anständige Wellen verursachten. Dennoch konnten wir die Fahrt genießen, bestaunt von Touristen aus aller Welt für die wir ein willkommenes Fotomotiv waren.
Nachdem wir beim Europa-Parlament, gegenüber des Medienhauses des Senders ARTE, ausgebootet hatten, folgte die übliche Routine: die Fahrer holten die Transportfahrzeuge während der Rest die Boote versorgte und wartete. Da ich diesmal nicht am gleichen Abend zurückfahren musste konnte ich den Abend dann noch mit einigen Paddelfreunden bei einem gemütlichen Essen ausklingen lassen.

Ahoi
Sabine
 

Verbands-Freundschaftstreffen in Ludwigshafen am Rhein

Am 5.-7. August nahm ich am Freundschaftstreffen von 4 Kanu-Verbänden bei der Paddlergilde Ludwigshafen am Rhein teil: es waren der Kanu-Verband Baden-Württemberg, der Kanu-Verband Rheinhessen, der Saarländischen Kanu-Bund und der Pfälzische Kanu-Verband, als Gastgeber, vertreten.
Das Motto war: „Von Dom zu Dom“. Wir paddelten – mit Übernachtung beim PG Ludwigshafen – von Speyer bis Worms. Urlaubs- und ferienbedingt war die Teilnehmerzahl nicht so hoch wie erwartet, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Es hat mir auf jeden Fall dort sehr gut gefallen.

Ein ausführlicher Bericht mit vielen Fotos ist auf der Homepage der PG Ludwigshafen: http://pgluhafen.de


Ahoi
Sabine

Traumerfüllung – eine selbstgebaute Kajak-Schönheit

Als gelernter Modellschreiner und leidenschaftlicher Kanute war es wohl naheliegend, dass in unserem Paddelfreund Sven der Wunsch brennt, sich sein eigenes Holz- Kajak zu bauen. Die Wahl fiel auf das Model „Petrel“ von Nick Schade (www.guillemot-kayaks.com), ein Grönland Style Kajak, Länge 4,60m Wasserlinie, Breite 51cm. Verwendet wurde Western Red und White Zeder. Der Anfang waren zwei Bau-Pläne und ein Buch, was sich als ganz wichtig erwies. (Bild 1)
 
Los ging`s.
Nachdem die Formen ausgesägt wurden und auf den zentralen "Knochen" aufgesteckt waren, musste alles noch mit Laser ausgerichtet werden. (Bild 2)

Zwischen den Formen sind die Distanzstücke angeschraubt damit jedes Teil auch am richtigen Platz sitzt. Jede einzelne Leiste muss genau eingehobelt werden, und zum Verleimen mittels selbst angefertigter Holzklammern aufeinander gepresst werden. Die Leisten können auch anstatt  mit Holzklammern und Klebeband mit Tacker auf die Form befestigt werden. Dies wollte Sven jedoch weitgehendste vermeiden, denn zum Schluss dann alle Tacker-Klammern wieder zu entfernen, ist auch eine riesen Arbeit und hinterlässt eben die kleinen Löcher die bei Leistenbauweise typisch sind. (Bild 3 bis 4)

Der Rumpf ist schon fast fertig die letzten Leisten müssen noch eingepasst werden. Nachdem die Formen dem Rumpf genommen worden sind um sie zu lockern, werden sie nun wieder eingesetzt um das Deck aufzubauen. (Bild 5 bis 6)

Design-Möglichkeiten gibt es viele, Sven entschied sich für eine klassische, - nicht verschnörkelte Variante. Man kann erkennen was es mal werden soll. (Bild 7 bis 9)

Beide Bootshälften sind fertig und mit Glasfasermatten vorbereitet. Das Ganze wird dann mit Epoxiharz getränkt und wenn möglich ohne eine Luftblase laminiert. (Bild 10 und 11)

Nun kann der Süllrand aufgebaut werden, man kann nie genug Klemmen haben. (Bild 12 bis 14)

Das Skeg wir eingelassen. (Bild 15)

Letzter Schliff vor dem Lackieren und zusammenkleben der oberen und unteren Bootshälften. Das Boot wurde dann zum Lackieren aufgehängt damit es in einem Aufwasch mit Klarlack gespritzt werden kann. Es ist geschafft, nach ca. 250 Arbeitsstunden hat Sven aufgehört mitzuschreiben, das fertige Ergebnis (Bild 16)

Donnerstag 4.8. 17:00 Uhr, bereit für die Jungfernfahrt, hoffentlich läuft`s geradeaus und nicht „voll“:
 
Applaus Sven, aber auch seiner Petra & Hannes für die Geduld. Nach einer auch mir gegönnten Testfahrt, kann ich Sven `s Euphorie nur unterstützen und sagen es läuft geradeaus und fährt sich traumhaft. Ein absolut tolles Kajak. Sven ist schon einige Typen gefahren, aber das ist mit keinem zu vergleichen. Nick Schade der Designer hat absolute Spitzenarbeit geleistet und alle die dieses Boot gebaut haben sind begeistert.

Wer also ein bisschen Zeit hat und kein Kajak von der Stange will .......

Noch ein Wort zu der Schwierigkeit ....man sollte schon das ein oder andere aus Holz gebaut haben und etwas Erfahrung mit Holz mitbringen sonst dauert `s entweder doppelt so lang oder es fährt im Kreis. Natürlich steht Sven auch für weitere Fragen gerne zur Verfügung,
Bestellungen jedoch nimmt er derzeit keine an ;-)

Ahoi,  Andy Sorg
 

Romanshorn und zurück - unfreiwillig etwas länger

 
Andi und ich wollten mal wieder im Zweier eine flotte Runde - Romanshorn und zurück - paddeln, wie schon öfters. In der Dämmerung gestartet, es war leichter Dunst über dem Wasser, aber das ist ja nichts ungewöhnliches morgens. Romanshorn war in der Ferne auch schwach auszumachen. Der Dunst wird sich in Kürze wohl wieder verziehen - dachten wir - es sollte aber anders kommen.

Nach ca. zwei Dritteln auf dem Hinweg verdichtete sich die Suppe immer wieder leicht,
aber der Wendepunkt Romanshorn war immer wieder zu erkennen. Nach der Wende war eine Orientierung in Richtung deutsches Ufer fast nicht mehr möglich, aber was blieb uns anderes übrig....

Wir machten wieder richtig Dampf, der Dunst wurde allerdings immer dichter, auch zurück war nichts mehr zu erkennen - alles nur grau. Die Richtung wird schon stimmen....

Nach weiteren neun Kilometer ab der Wende, kam schemenhaft wieder Ufer in Sicht, prima, dachten wir, hat ja geklappt. Da bemerkte Andi ganz trocken, "seit wann fährt auf unserem Ufer ein Zug???" Oh, Sch...., es kann sich nur um das Schweizer Ufer handeln, demnach sind wir im Kreis gefahren.

Weit und breit war um diese Zeit keine anderes Boot unterwegs, ein paar Fischerboote,
aber die waren immer richtig weit entfernt. Wir hatten beide lediglich unsere Navi-Uhren dabei, mit Kompass-Funktion, da blieb uns nur die Möglichkeit, streng Richtung Nord zu paddeln. So langsam wurden wir jetzt nach fast 20 km auch etwas lahmer.

Also wieder rein in die Nebelsuppe und stur nach Uhr - immer Richtung Norden. Hoffenlich halten die Batterien.... Nach, gefühlt endlosen Kilometern, kam irgendwann mal wieder schemenhaft ein Ufer in Sicht, wir konnten letztendlich dann den "Gelben Turm", zwischen Heinzler und Kirchberg ausmachen. Also waren es jetzt immer noch ca. 6 km bis Fischbach.

Aber froh, endlich mal eine Orientierung zu haben, haben wir uns, immer in Sichtweite zum Ufer zurückgetastet. Nach langen 3,5 h und 32 Paddelkilometern sind wir dann endlich wieder an unserem Bootshaus angelandet. Trotz allem haben wir es doch noch auf einen 9,2 km/h-Schnitt gebracht, das war aber diesmal wirklich zweitrangig.

Ich muss zugeben, richtig wohl war es uns mitten auf dem See nicht mehr, wenn man gar keine Orientierung mehr hat. Zudem ist ja der Katamaran auch noch unterwegs, außer der konnte wegen Nebel auch nicht mehr fahren......

Jedenfalls, als Fazit, wird uns sowas sicher nicht mehr passieren, zumindest werde ich jetzt immer mein gutes GARMIN Oregon 650 dabei haben, daheim hat es halt auch nichts genützt. Damit wäre eine treffsichere Navigation gar kein Problem gewesen........

Ahoi, Jo und Andi

2016 Soca

Vom 20.08 bis zum 03.09.2016 wahren wir an der Soca und Koritnica beim Paddeln,
mit den Karlsruher Kollegen. Wie immer sind wir auf dem Camping Camp Liza beim Maczim.
Und alles hat gepasst... WWW.... Wetter - Wasser - Wollen.....
Zum warm fahren sind wir ab der 3 Klamm bis Cezsoca (Prijon) gepaddelt. Am 22.08 sind wir die Koritnica  Kuze - Cezsoca bei Top Wasser gepaddelt und am nächsten Tag gleich noch mal. Da wir ja im Urlaub sind und nicht auf der Flucht lassen wir´s immer gemütlich angehen, so sind wir nie vor zwölf auf dem Bach.
Am 24.08 von Camp Liza bis Sepreniza I. Der 25.08. wahr mal was für die Füße, wir sind an die Soca Quelle gewandert. 26.08 und wieder auf die Soca, diesmal von der 2 Klamm bis Cezsoca, mit Bunkerschwall und Felssturtz. Die 3 Klamm haben wir Umtragen weil die Einfahrt echt etwas hakelig ist. 27.08 Kieswerk - Friedhof. So nun kam der Friedhof Hannes Luis und Lena wahren sehr angespannt...
aber Respekt die Kinder sitzen sauber im Boot... des wird. Am 28.09 ab Camp Liza bis Friedhof 15.5 km da wahren wir alle platt. Darum sind wir am 29.08 an den Boka Wasserfall gewandert. Der 30.08 gehörte der Koritnica die sind wir gleich 2 x gepaddelt.
31.08 noch mal den Klassiker Kieswerk - Friedhof  01.09 Es geht dem Urlaubs Ende entgegen und da haben wir noch die Abseilstrecke gemeistert, da vor noch mal den Klassiker Kieswerk - Friedhof. 02.09. Haben wir uns noch mal die Füße vertreten... Wandern
03.09. Heimreise Ach Gott o Gott war das Geil Wir kommen wieder!!!!!!

So sind wir ca. 90 km schönstes Wildwasser im Postkartenformat gepaddelt.

Schönen Dank an alle die dabei wahren!

Thomas

Eisfahrt 2016

Dass Fritz Janitschek damals trotz eisernen Vorhangs die Donau bis ins Schwarze Meer bepaddelte, habe ich gewusst. Dass er aber gemeinsam mit vier Freunden aus dem Wassersportverein Fischbach Mitbegründer der Eisfahrt war, wusste ich nicht. Sie wollten zum ersten Advent Freunde in Iznang besuchen. Letzten Sonntag, 53 Jahre später, taten es ihm   Andi Maier und Andi Sorg gleich. Sie starteten früh morgens um 6.00 Uhr von Fischbach in Richtung Konstanz, um dort auf weitere 202 begeisterte Winterpaddler aus ganz Deutschland und der Schweiz zu treffen - darunter Stefan, Sabine, Michael und ich. Sabine und Micheal hatten eine kleine logistische Meisterleistung vollbracht, die Boote auch ohne Hänger nach Konstanz zu bringen. Pünktlich um 10.30 Uhr ertönte das Startsignal, und die bunte Menge setzte sich in Bewegung. Die Wettervorhersage hatte frühlingshafte Temperaturen versprochen. Trotzdem trugen die meisten Teilnehmer den Wassertemperaturen entsprechend Neopren- oder Trockenanzug, weshalb man sich spätestens ab der Pause auf der Reichenau wie in einer Sauna fühlte. Unsere Langstreckenpaddler hatten keine Pause nötig und fuhren weiter nach Inznang (insgesamt immerhin 40 km), während Stefan und ich uns freuten, unseren alten Freund Jörg Migray zu treffen, der bis vor ein paar Jahren auch bei uns im Verein aktiv war. Wir genossen die Sonne und das Vesper, beobachteten die vielen unterschiedlichen Teilnehmer und Bootsklassen, um dann gemütlich nach Iznang zu paddeln. Selbst der typische Gegenwind so kurz vor dem Ziel blieb dieses Mal aus und alle waren froh, sich der warmen Anzüge entledigen zu können. Wie immer gab es beim Kanuclub Singen ein leckeres warmes Mittagessen, Kaffee und Kuchen.

Vielen Dank an die Organisatoren  - und an Fritz und seine Freunde, die damals diese tolle Idee hatten!

Judith

Weihnachtsmarkt 2016

Am 13.12.2016 war es mal wieder soweit, es Weihnachtete sehr...
Unsere Dienstagsrunde ging Richtung Friedrichshafen, auf den Weihnachtsmarkt.
Dort gab es eine Bratwurst und eins, zwei, drei Glühweinsche...

Fröhliche Weihnachten Stefan

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