Yetilauf 2010

Ein fröstelnder Haufen wilder Typen mit roten Nasen hüpft am Stadioneingang von einem Fuß auf den anderen.

Was für Wax nehmen wir denn, blau oder Universalklister? Klister, bist du blöd? Da bleibt doch alles kleben, das ist Pulverschnee bei -3°C! Cheffe und Cheffe-Cheffe Trainer diskutieren intensiv die optimale Sohlenpräparierung.

Ok, kein Klister! Aber Flüssigwax ginge auch. Ne ne, blau, aber einbügeln!

Spätestens bei Cheffes Kommando: Socken aus, mit den nackten Füßen auf die Schuhe stellen – bei „Los“ geht’s los, Massenstart! bemerkt auch der Letzte, dass hier kein Skirennen startet.

36 nackte Füße stieben durch den Schnee, der 2. Fischbacher Yetilauf geht ab.
-3°C Lufttemperatur, geschätzte -8°C Schneetemperatur und 12cm jungfräulicher Schnee auf der Laufbahn im Fischbacher Stadion werden von 18 Yetis durchwühlt.

2007, im wärmsten Januar seit Aufzeichnungsbeginn der schweizerischen Meteorologischen Anstalt, ärgerte sich Cheffe über das warme Wetter. Kein Schnee in den Bergen, kein Langlauf, Winterreifen abmontiert und das Versprechen bei der nächsten geschlossenen Schneedecke im Fischbacher Stadion, 1000m barfuß zu laufen.

Die drei Ur-Yetis (Jochen, Harald und Thomas) stapften am 27. Januar an den Start und liefen 1000m. Per Film dokumentiert, mit der Uhr gestoppt.

3 Jahre später, mit Hinweisen in der örtlichen Presse, der SWR3 Morningshow, Flutlicht und heißen Getränken ist das Ganze fast schon professionell.

Ist das Schweinekalt! Die meisten genießen den Sieg über sich und die Kälte nach einer Runde. Einige laufen zwei Runden, einer braucht drei und der wildeste vier Runden für den vollkommenen Genuss.

Der Yeti-Nachwuchs mit 9 und 11Jahren stand den alten Yetis mit 57 Jahren in nichts nach.

Aus Eistee wurde Heißtee, Hagnauer Rotwein verwandelte sich nach original Hagnauer Rezeptur in Glühwein, in dem wirklich niemand seine Füße aufwärmen durfte!
Leuchtende Augen, rote Zehen und das Versprechen: im nächsten Winter beim nächsten Schnee sind wir wieder dabei, war der alles beherrschende Gesprächsstoff.

Dann aber mit Prämierung des wildesten Yetis und höchstens 1000m Streckenlänge als Limit.

Grönland

Fischbacher Triathlet erfolgreich beim härtesten Langlaufrennen der Welt
Zwischen dem 09. und 11.04. wurde zum 14. Mal das Arctic Circle Race – das härteste Langlaufrennen der Welt ausgetragen. Neben Starten aus über 10 Nationen wurde Deutschland in diesem Jahr von Andreas Pau vom TSV Fischbach vertreten. Lesen Sie den kompletten Bericht im Download

Ausführlicher Bericht

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